Einen kleinen Riss im Ärmel selbst reparieren

Landschaftsillustration

Ein kleiner Riss im Ärmel, etwa durch eine scharfe Kante oder einen hängen gebliebenen Nagel, wirkt oft schlimmer, als er eigentlich ist. Solange sich der Riss nicht weiter ausbreitet, lässt er sich mit wenigen Stichen reparieren, ohne dass das Kleidungsstück gleich aussortiert werden muss.

Bevor mit der eigentlichen Reparatur begonnen wird, lohnt es sich, die Ränder des Risses vorsichtig zu glätten und lose Fäden zu sichern. So wird verhindert, dass sich der Schaden beim Nähen weiter vergrössert, während gleichzeitig eine saubere Grundlage für die Naht entsteht.

Eine einfache Naht mit Wirkung

Ein feiner Stich entlang der Rissränder, der beide Seiten wieder zusammenführt, reicht bei kleinen Rissen meist völlig aus. Wichtig ist, den Faden nicht zu straff zu ziehen, damit der Stoff seine natürliche Form behält und sich um die reparierte Stelle keine Falten bilden.

Bei gestrickten Stoffen kann es zusätzlich helfen, lose Maschen vor dem Nähen vorsichtig mit einer stumpfen Nadel zurück ins Gestrick zu führen. Das sorgt dafür, dass die Reparatur sich später harmonisch in das Muster einfügt, statt als sichtbarer Flicken aufzufallen.

Wer sich unsicher ist, kann die Reparatur zunächst an einer weniger sichtbaren Stelle des Kleidungsstücks üben, etwa am unteren Saum. So lässt sich die passende Spannung und Technik in Ruhe finden, bevor es an die eigentliche, sichtbare Stelle am Ärmel geht.

Mit dieser kleinen Reparatur bleibt ein Lieblingspullover oft noch viele weitere Saisons im Einsatz. Der geringe Aufwand einer frühzeitigen Naht lohnt sich fast immer mehr als der Verlust eines Kleidungsstücks, das eigentlich noch gut in Schuss ist.