Einen Pullover liegend trocknen statt am Bügel

Landschaftsillustration

Ein gestrickter Pullover reagiert empfindlich auf sein eigenes Gewicht, sobald er nass ist. Hängt er zum Trocknen am Bügel, zieht das Gewicht des feuchten Garns die Schultern und Ärmel nach unten, und der Pullover wird sichtbar länger und aus der Form, als er eigentlich sein sollte. Dieses Problem lässt sich einfach vermeiden, indem man das Kleidungsstück liegend statt hängend trocknet.

Beim liegenden Trocknen verteilt sich das Gewicht des Wassers gleichmässig über die ganze Fläche des Pullovers, statt sich an einem einzigen Punkt wie den Schultern zu konzentrieren. Ein Handtuch oder ein spezielles Trockengitter eignet sich gut als Unterlage, damit auch von unten Luft an den Stoff kommt und das Trocknen nicht unnötig lange dauert.

So bleibt die Form erhalten

Bevor der Pullover ausgelegt wird, lohnt es sich, ihn vorsichtig in seine ursprüngliche Form zu ziehen, solange er noch feucht ist. Ärmel, Bund und Kragen lassen sich in diesem Zustand leicht zurechtzupfen, und der Pullover trocknet dann genau in der Form, die er später auch tragen soll.

Ein zusammengerolltes Handtuch unter dem Pullover kann zusätzlich helfen, überschüssige Feuchtigkeit aufzunehmen, bevor das eigentliche Trocknen beginnt. Das verkürzt die Trocknungszeit spürbar und verringert gleichzeitig das Risiko, dass sich Falten oder Abdrücke im Gestrick festsetzen, während es liegt.

Auch der Standort spielt eine Rolle: Ein Platz mit guter Luftzirkulation, aber ohne direkte Heizungsnähe, sorgt für ein gleichmässiges und schonendes Trocknen. Zu starke Wärme in der Nähe des feuchten Gestricks kann die Fasern austrocknen und spröde machen, was die Lebensdauer des Pullovers am Ende verkürzt.

Mit dieser einfachen Methode behalten Lieblingspullover ihre ursprüngliche Form über viele Saisons hinweg. Der kleine Mehraufwand beim Trocknen lohnt sich vor allem bei Stücken aus feinerer Wolle, die sich sonst besonders schnell und deutlich verziehen würden.