Wäsche draussen zum Trocknen aufzuhängen, ist praktisch und spart Energie, doch die direkte Sonne hat auch eine Kehrseite. Ultraviolette Strahlung greift Farbpigmente in Textilien an, und je länger ein Kleidungsstück der prallen Sonne ausgesetzt ist, desto sichtbarer verblassen kräftige Farben wie Rot, Blau oder Schwarz.
Besonders betroffen sind dunkle und intensive Farbtöne, die den Kontrast zur ursprünglichen Farbe am deutlichsten zeigen, sobald sie verblassen. Helle und pastellfarbene Kleidung verändert sich zwar auch, aber der Unterschied fällt optisch weniger stark auf als bei kräftigen, gesättigten Farben.
Trocknen im Schatten hat Vorteile
Eine einfache Lösung ist, die Wäscheleine an einem schattigen Ort aufzuhängen, etwa unter einem Vordach, einem Baum oder auf der schattigen Seite des Balkons. Die Luft zirkuliert dort meist genauso gut wie in der Sonne, sodass die Trocknungszeit kaum länger wird, während die Farben deutlich besser geschützt sind.
Wer keinen schattigen Platz zur Verfügung hat, kann farbige Kleidungsstücke zusätzlich auf links wenden, bevor sie aufgehängt werden. Die Aussenseite mit der sichtbaren Farbe liegt dann geschützt innen, während die Innenseite der direkten Sonne ausgesetzt ist, was den Effekt der Ausbleichung spürbar verringert.
Die Tageszeit spielt ebenfalls eine Rolle: Am frühen Morgen oder späten Nachmittag ist die Sonneneinstrahlung deutlich schwächer als in der Mittagszeit. Wäsche, die zu diesen ruhigeren Zeiten aufgehängt wird, ist insgesamt kürzer der intensivsten Strahlung ausgesetzt, selbst wenn sie den ganzen Tag über draussen hängen bleibt.
Mit diesen einfachen Anpassungen lässt sich das Trocknen an der frischen Luft weiterhin geniessen, ohne dass die Lieblingsfarben darunter leiden. Etwas Planung beim Aufhängen reicht meist schon aus, um kräftige Farben über viele Saisons hinweg lebendig zu halten.